Datenmapping
Datenmapping, auch Feldzuordnung oder Data Mapping genannt, ist die Zuordnung von Datenfeldern eines Quellsystems zu den passenden Feldern eines Zielsystems. Dabei werden neben Feldnamen auch Datenformate, erlaubte Werte, Pflichtfelder und notwendige Umwandlungen festgelegt.
Das Mapping ist die Grundlage jeder Datenmigration und Systemintegration. Fehlt es oder ist es lückenhaft, gehen Metadaten, Kategorien oder Statuswerte verloren, und Inhalte müssen nach dem Import manuell nachbearbeitet werden.
Wie erstellt ihr ein Datenmapping für eine Migration?
Ein Datenmapping für eine Migration erstellt ihr am besten als Tabelle, in der jede Zeile ein Feld des Quellsystems beschreibt.
- Felder erfassen: Listet alle Felder des Quellsystems auf, einschließlich Metadaten, Kategorien, Schlagwörter, Statuswerte und Bildangaben.
- Zielfelder zuordnen: Tragt für jedes Feld das passende Feld im Zielsystem ein und markiert Felder ohne Entsprechung.
- Regeln festlegen: Beschreibt notwendige Umwandlungen, etwa Datumsformate, zusammengeführte Kategorien oder neue Statuswerte.
- Lücken entscheiden: Klärt für jedes Feld ohne Ziel, ob ihr es verwerft, in ein anderes Feld übernehmt oder im Zielsystem neu anlegt.
- Testen: Migriert eine kleine, typische Auswahl an Inhalten und prüft das Ergebnis gemeinsam mit den Fachverantwortlichen.
Legt außerdem fest, wer bei Unklarheiten entscheidet. Sonst bleibt die Tabelle an Detailfragen hängen und verzögert die Migration.
Das Feld „Kurzbeschreibung“ der Plattform wird dem Auszug im CMS zugeordnet.
Häufige Fragen
Ist Datenmapping im Datenschutz dasselbe?
Nein, im Datenschutz meint Data Mapping meist etwas anderes: die Bestandsaufnahme, welche personenbezogenen Daten wo, wofür und wie lange verarbeitet werden. Das technische Datenmapping ordnet dagegen Felder zwischen Systemen zu. Bei Migrationen berühren sich beide, denn mit den Feldern wandern oft auch personenbezogene Daten wie Autorennamen oder Kontaktangaben.
Gibt es eine Vorlage für ein Datenmapping?
Ja, als Vorlage für ein Datenmapping reicht eine einfache Tabelle. Bewährt haben sich Spalten für Quellfeld, Zielfeld, Datentyp, Pflichtfeld, Umwandlungsregel, Beispielwert, offene Fragen und Verantwortliche. Der Beispielwert ist besonders hilfreich, weil Feldnamen oft täuschen. Pflegt die Tabelle zentral, damit IT und Redaktion mit demselben Stand arbeiten.
Kann KI beim Datenmapping helfen?
KI kann beim Datenmapping helfen, etwa indem sie Feldlisten zweier Systeme vergleicht, passende Zuordnungen vorschlägt oder Umwandlungsregeln für Formate formuliert. Bei gleichlautenden Feldern mit unterschiedlicher Bedeutung liegt sie aber leicht daneben. Nutzt KI für einen ersten Entwurf und lasst jede Zuordnung von Fachverantwortlichen bestätigen, bevor die Migration startet.
Wie lange dauert ein Datenmapping?
Die Dauer eines Datenmappings hängt weniger von der Zahl der Felder ab als von offenen Entscheidungen, etwa zu Kategorien, Statuswerten oder nicht mehr genutzten Feldern. Die reine Zuordnung geht oft schnell, Abstimmungen mit Fachbereichen dauern länger. Plant deshalb feste Entscheidungstermine ein und beginnt früh, damit das Mapping nicht den Migrationstermin verschiebt.
