Human-in-the-Loop
Ein Ansatz, bei dem Menschen an festgelegten Stellen in einen automatisierten oder KI-gestützten Ablauf eingreifen.
Warum das für euch zählt
Human-in-the-Loop legt fest, an welchen Stellen ein Mensch KI-Ergebnisse prüft und entscheidet. Das schützt Qualität und Verantwortung und ist die Grundlage dafür, KI überhaupt breit einsetzen zu können.
Einordnung
Sie prüfen, korrigieren oder entscheiden, bevor der Prozess weiterläuft.
Ein KI-Agent bereitet Änderungen vor; die Veröffentlichung bestätigt eine Redakteurin.
Typische Fehler
- Prüfung ohne Kriterien: Wer nicht weiß, worauf er achten soll, winkt Texte durch.
- An jeder Stelle prüfen: Zu viele Prüfpunkte heben den Zeitgewinn auf. Geprüft wird dort, wo Fehler teuer werden.
- Verantwortung verwischen: Die prüfende Person muss wissen, dass sie für das Ergebnis einsteht.
Häufige Fragen
Wo sollte ein Mensch im KI-Prozess eingreifen?
Mindestens vor jeder Veröffentlichung sowie bei Fakten, Zahlen, rechtlich relevanten Aussagen und sensiblen Themen. Bei unkritischen Zwischenschritten reichen Stichproben.
Wie verhindere ich, dass die Prüfung zur Formsache wird?
Mit klaren Prüfkriterien, ausreichend Zeit im Ablauf und einer dokumentierten Verantwortung. Hilfreich sind Checklisten für die häufigsten Fehlerarten.
Ist Human-in-the-Loop rechtlich vorgeschrieben?
Für bestimmte, insbesondere hochriskante KI-Anwendungen sieht der AI Act der EU menschliche Aufsicht vor. Unabhängig davon ist sie für Content-Teams die wirksamste Absicherung gegen Fehler und Reputationsschäden.
