Durchlaufzeit
Die Zeitspanne zwischen zwei definierten Punkten eines Prozesses.
Warum das für euch zählt
Die Durchlaufzeit zeigt, wie schnell euer Team von der Idee zur Veröffentlichung kommt. An ihr lässt sich jede Prozessverbesserung messen, und sie macht sichtbar, dass Inhalte meist nicht an der Arbeit hängen, sondern am Warten.
Einordnung
In der Content-Produktion umfasst sie beispielsweise die Zeit vom angenommenen Briefing bis zur Veröffentlichung, einschließlich Wartezeiten.
Vereinfachtes Beispiel mit angenommenen Werten. Die größten Hebel liegen fast immer in der Wartezeit.
Ein Beitrag benötigt zwei Arbeitstage Bearbeitung, erscheint wegen Freigabeschleifen aber erst nach drei Wochen.
Typische Fehler
- Nur Bearbeitungszeit messen: Die eigentliche Zeit geht zwischen den Schritten verloren, in Warteschleifen und Freigaben.
- Durchschnitt statt Median: Einzelne Ausreißer verzerren den Mittelwert. Der Median zeigt den typischen Fall besser.
- Start und Ende nicht festlegen: Ohne definierte Messpunkte wie Auftrag und Veröffentlichung sind Werte nicht vergleichbar.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Durchlaufzeit für Content?
Das hängt stark vom Inhaltstyp ab: Ein Social-Media-Beitrag braucht anders als ein Fachartikel mit mehreren Freigaben. Sinnvoller als ein allgemeiner Richtwert ist der Vergleich mit euren eigenen Ausgangswerten.
Wie messe ich die Durchlaufzeit ohne Zeiterfassung?
Über Zeitstempel: Wann wurde der Auftrag angelegt, wann wurde veröffentlicht? Viele Redaktions- und Workflow-Tools erfassen das automatisch. Für den Start reicht eine Stichprobe von zehn bis zwanzig Beiträgen.
Wie verkürze ich die Durchlaufzeit am schnellsten?
Indem ihr Wartezeiten reduziert: feste Fristen für Freigaben, weniger Übergaben und vollständige Briefings, damit Rückfragen entfallen.
