Cloud Hosting
Cloud Hosting ist ein Betriebsmodell, bei dem Anwendungen, Websites oder Daten auf virtualisierter Infrastruktur eines Cloud-Anbieters statt auf eigenen Servern laufen. Rechenleistung, Speicher und Netzwerk werden nach Bedarf bereitgestellt und lassen sich flexibel erweitern oder reduzieren.
Cloud Hosting ist nicht automatisch Software as a Service: Je nach Modell bleiben Installation, Updates und Absicherung der Anwendung beim Unternehmen. Für die Toolauswahl zählt deshalb, welche Aufgaben vertraglich beim Anbieter liegen und welche beim eigenen Team.
Welche Fragen zum Cloud Hosting gehören in die Toolauswahl?
Beim Cloud Hosting klärt ihr in der Toolauswahl vor allem, wo eure Daten liegen und wer welche Aufgaben im Betrieb übernimmt. Diese Fragen gehören in jeden Anforderungskatalog:
- Serverstandort: In welchem Land und Rechenzentrum werden Daten gespeichert und verarbeitet, auch bei Backups und Unterauftragnehmern?
- Aufgabenteilung: Wer übernimmt Updates, Sicherheitspatches, Backups und Überwachung?
- Verfügbarkeit: Welche Verfügbarkeit wird vertraglich zugesichert, und wie schnell reagiert der Support bei Störungen?
- Sicherheit: Welche Zertifizierungen und Sicherheitsmaßnahmen kann der Anbieter nachweisen?
- Skalierung und Kosten: Wie entwickeln sich die Kosten, wenn Nutzerzahl oder Datenmenge wachsen?
- Ausstieg: Wie kommt ihr bei einem Wechsel an eure Daten, und in welchem Format?
Klärt diese Punkte gemeinsam mit IT und Datenschutz, bevor ihr Angebote vergleicht.
Eine Website läuft auf Cloud-Infrastruktur, während Updates der Anwendung weiterhin das Unternehmen übernimmt.
Häufige Fragen
Cloud Hosting oder On-Premises: Was passt besser?
Cloud Hosting passt, wenn ihr flexibel skalieren und keine eigenen Server betreiben wollt, On-Premises, wenn Daten aus rechtlichen oder internen Gründen im eigenen Rechenzentrum bleiben müssen. On-Premises bedeutet volle Kontrolle, aber auch volle Verantwortung für Hardware, Sicherheit und Betrieb. Für die meisten Marketingtools ist die Cloud inzwischen der übliche Weg.
Ist Cloud Hosting in der EU automatisch DSGVO-konform?
Nein, Cloud Hosting in der EU ist nicht automatisch DSGVO-konform. Der Serverstandort ist ein wichtiger Baustein, entscheidend sind aber auch der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, technische und organisatorische Maßnahmen sowie mögliche Zugriffe von Unterauftragnehmern außerhalb der EU. Lasst euren Datenschutz diese Punkte prüfen, bevor personenbezogene Daten in die Cloud gehen.
Wird Cloud Hosting mit der Zeit teurer?
Cloud Hosting kann mit der Zeit teurer werden, weil viele Modelle nach Nutzung abrechnen und die Kosten mit Speicher, Rechenleistung und Datenverkehr wachsen. Hinzu kommen oft Kosten für Backups, Support oder zusätzliche Umgebungen. Vereinbart transparente Preismodelle, prüft Rechnungen regelmäßig und richtet Budgetwarnungen ein, damit ihr Kostensprünge früh bemerkt.
Wer ist beim Cloud Hosting für Sicherheit verantwortlich?
Beim Cloud Hosting teilen sich Anbieter und Unternehmen die Verantwortung für Sicherheit, oft als Modell der geteilten Verantwortung bezeichnet. Der Anbieter schützt Rechenzentrum, Hardware und Basisinfrastruktur. Je nach Modell bleiben Konfiguration, Zugriffsrechte, Updates der Anwendung und der Schutz der eigenen Daten beim Unternehmen. Haltet diese Aufteilung schriftlich fest.
